Geld ist, was gilt. Gold ist, was bleibt (Episode 52)

Shownotes

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00:00:06: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von glänzende Perspektiven, dem ProAuren Podcast.

00:00:11: Machen wir zu Beginn ein kleines Gedankenexperiment.

00:00:14: Stellen wir uns vor, wir hätten Anfang... ...Zwanzig zwei kurz nach der Einführung des Eurobargelds einen Hundert-Euro-Schein hergenommen und ihn in Gold getauscht.

00:00:23: Dafür hätten wir damals gut zehn Gramm des Edelmetalls erhalten also ungefähr einen kleinen Zehn Grammbaren!

00:00:30: Und heute?

00:00:31: Zum Zeitpunkt unserer Recherche, jetzt Mitte August zwanzig sechsundzwanzig kostet ein solcher zehn Gramm barren rund eintausend zweihundert achtzig Euro.

00:00:40: Die selben hundert Euro entsprechen damit rechnerisch nur noch etwa Null Komma.

00:00:45: Sieben Acht Gramm Gold nicht einmal einem Gramm.

00:00:49: auf dem Geldschein steht noch immer dieselbe Zahl Hundert.

00:00:52: gemessen in gold ist von seinem damaligen Wert aber nur ein kleiner Bruchteil übrig.

00:00:59: Üblicherweise fragen wir, wieviel Euro eine Unze Gold kostet.

00:01:03: Heute drehen wir die Rechnung einfach um!

00:01:05: Wie viel gold bekommen wir noch für unsere euro?

00:01:09: Ist gold einfach nur teurer geworden oder ist unser geld gegenüber gold immer weniger wert?

00:01:16: und damit sind wir bei einer grundsätzlichen frage der wir in dieser podcast ausgabe nachgehen wollen was muss gutes geld eigentlich leisten?

00:01:27: eher punkten als geld.

00:01:30: Ja hallo Benny und hallo liebe Zuhörer, also Benny erstmal ganz herzlichen Dank für deine Einleitung.

00:01:35: und ja das ist wirklich eine spannende Frage wie ich finde die du da stellst denn wenn ich vielleicht mal grundsätzlich anfangen darf.

00:01:43: am Ende ist es ja so wir benutzen Geld jeden Tag denken meistens erst über das Thema nach, wenn es einen ganz konkreten Anlass gibt.

00:01:53: Also wenn etwas deutlich teurer wird eine Zahlung auch mal nicht funktioniert oder wir einfach allgemein zur Feststellung kommen dass unsere Ersparnisse ja an Kaufkraft verlieren.

00:02:07: und dabei ist Geld natürlich kein Naturgesetz sondern ich würde mal sagen eher eine gesellschaftliche Vereinbarung.

00:02:16: Es funktioniert, weil wir darauf vertrauen dass andere Menschen es morgen ebenfalls akzeptieren.

00:02:23: und ist dieses Vertrauen vorhanden ermöglicht es unserem Geld dann wichtige Aufgaben zu erfüllen.

00:02:29: Geld erleichtert so zum Beispiel den Handel von Waren dient als gemeinsamer Maßstab und kann Werte oder auch Zahlungsversprechen in die Zukunft übertragen.

00:02:40: Und je nach Definition kann man vielleicht auch sogar noch eine vierte Funktion ergänzen Geld soll Investitionen und damit wirtschaftliche Entwicklungen ermöglichen.

00:02:51: Heute wollen wir jede dieser Funktionen prüfen, wo arbeitet unser modernes Geldsystem ausgesprochen effizient?

00:03:00: Wo zeigen sich aber auch Nebenwirkungen?

00:03:02: Und warum spielt Gold eigentlich weiterhin eine wichtige Rolle, obwohl wir unsere Einkäufe normalerweise weder mit Baren noch mit Goldmützen bezahlen?

00:03:13: Bleiben wir mal bei den Basics, was macht unser Geld überhaupt zu Geld?

00:03:20: Gerne!

00:03:22: Nähern wir uns dem Thema doch mal mit den alten Griechen.

00:03:25: Die hatten ja im vierten Jahrhundert genug Zeit, schönes Wetter und genug Zeit über die großen Dinge Fragen des Lebens nachzudenken.

00:03:34: Aristoteles hat eine Frage gestellt, die uns bis heute beschäftigt wozu brauchen wir Geld eigentlich?

00:03:39: Und für ihn half es beim Tauschen machte Werte vergleichbar und ermöglicht es einen Tausch auf später zu verschieben.

00:03:49: Und heute sprechen Ökonomen meist von drei klassischen Geldfunktionen, du hast sie kurz schon angesprochen erstens dient Geld als Tausch- und Zahlungsmittel zweitens als Recheneinheit und Wertmaßstab und drittens als Wertaufbewahrungsmittel.

00:04:07: und hinzukommen dann praktische Eigenschaften wie die Fungibilität, das klingt kompliziert bedeutet aber etwas sehr einfaches.

00:04:16: Eine einfache oder eine Einheit gleicher Art und Qualität lässt sich gegen eine andere austauschen.

00:04:23: ein zehn Euro Schein erfüllt unabhängig von seiner Seriennummer denselben Zweck wie jeder andere.

00:04:28: zehn Euro schein auch und entscheidend ist also nicht woraus Geld besteht.

00:04:33: Muscheln Papier digitale Einheiten, all die können Geldfunktionen übernehmen.

00:04:40: Entscheidend ist ob Menschen sie akzeptieren und darauf vertrauen dass diese Funktionen auch verlässlich erfüllt werden?

00:04:48: Ja und wie eben schon angesprochen würde ich da auch die vierte Funktion vielleicht nochmal ergänzen wollen Geld als Investitions- beziehungsweise Geldkapital.

00:04:59: damit lassen sich dann nämlich Maschinen Gebäude Forschung, Unternehmensgründungen finanzieren und zwar bevor die erwarteten Erträge oder Gegenleistungen überhaupt vorhanden sind.

00:05:13: Und diese Funktion gehört das muss man dazu sagen nicht in allen Lehrbüchern zu den drei klassischen Kernaufgaben beziehungsweise überschneidet sie sich auch mit den Transformationsfunktionen des Banken- und Finanzsystems

00:05:27: Aber

00:05:27: für das Entstehen und Funktionieren unseres heutigen Wirtschafts- und Finanzsystem ist sie trotzdem enorm wichtig.

00:05:35: Und für unseren Geldfunktionscheck ergeben sich damit meines Erachtens genau diese vier Fragen, kann man mit Geld unkompliziert bezahlen?

00:05:46: Also erfüllt es die Funktion des bereits angesprochenen Tauschmittels.

00:05:52: Lassen sich Güter und Dienstleistungen sinnvoll bepreisen und damit auch vergleichen bzw.

00:05:57: vergleichbar machen und damit zusammenhängen?

00:06:00: gibt es dann natürlich noch die Frage ob Geld eben diese produktiven Investitionen ermöglicht und idealerweise auch erleichtert.

00:06:10: Ja, und dann die aus meiner Sicht insbesondere für Privatanleger ganz besonders wichtige frage Kann geld eigentlich Kaufkraft zuverlässig über die Zeit bewahren.

00:06:22: Eine Währung, wie sollte am Ende jede dieser Aufgaben idealerweise erfüllen?

00:06:28: tut sie das nicht wird es schnell problematisch.

00:06:31: zum Beispiel dann ja wenn zwischen dem aufgedruckten Wert und dem langfristig erhalten gegen Wert eine immer größere Lücke entsteht.

00:06:41: aber beginnen wir mal mit dem so eben erst genannten der Funktionen als Tausch- und Zahlungsmittel.

00:06:49: hier ist doch modernes Geld Besonders leistungsfähig oder benny.

00:06:53: Ja also geldfunktionscheck das den begriff hast du jetzt geprägt finde ich sehr schön.

00:06:58: den greif ich auf.

00:07:00: machen wir also einen check.

00:07:02: gehen, wer die vier funktionen einfach mal ja numerisch durch.

00:07:06: beginnen wir mit der ursprünglichsten Aufgabe.

00:07:09: ohne geld wären wir auf direkten Tausch angewiesen.

00:07:12: Ein Bauer der Getreide gegen Schuhe tauschen möchte, müsste einen Schuhmacher finden, der genau zu diesem Zeitpunkt dann auch Getreides braucht und zwar in einer Menge die dem Wert der Schuhen entspricht.

00:07:24: Und Ökonomen nennen das die doppelte Koincidence der Wünsche!

00:07:29: Geld löst dieses Problem.

00:07:31: Der Bauer verkauft sein Getreid gegen eine allgemein akzeptierte Einheit und kauft später bei einem Anbieter seiner Wahl die benötigten Schuher.

00:07:40: Verkauf und Kauf werden zeitlich und räumlich voneinander getrennt.

00:07:44: Das klingt selbstverständlich, ist aber die Grundlage unserer arbeitsteiligen Wirtschaft ohne ein akzeptiertes Zahlungsmittel dazwischen während Spezialisierung auch internationale Lieferketten und der Handel zwischen Millionen Milliarden unbekannter Menschen kaum vorstellbar!

00:08:01: Ja, also ich sehe das wie du Benni.

00:08:03: Also in dieser Disziplin ist modernes Geld wirklich extrem leistungsfähig.

00:08:08: Wir bezahlen bar mit Karte oder Smartphone auch überweisen in Echtzeit und wickeln selbst internationale Geschäfte vergleichsweise schnell ab und auch die Nutzung von Zahlungsdienstleistern wie Paper oder das Bestellen von Ware in Ausland.

00:08:25: nicht möglich, das muss man so klar sagen wenn unser Geld beziehungsweise das Geldsystem diese eben genannte Aufgabe nicht erfüllen würde.

00:08:33: Aber und jetzt kommen wir zum aber so ganz ohne Grenzen ist es System allerdings auch nicht also digitales bezahlen.

00:08:44: das benötigt Strom Datenverbindungen Banken und funktionierende technische Infrastruktur und genauso braucht es auch wichtige Sicherheitsfeatures, also Stichwort Identitätsklau.

00:08:58: Jeder der vielleicht schon mal online bezahlt hat weiß was ich damit meine.

00:09:03: Wichtig zu wissen ist dann dabei auch und ich glaube viele unserer Mitbürger haben das gar nicht auf dem Schirm.

00:09:11: Das Buchgeld auf dem Konto, also dass Konto gut haben, das ist nämlich rechtlich eine Forderung gegenüber der jeweiligen Bank.

00:09:20: Und das mag wie ein Detail klingen.

00:09:23: aber Bargeld bleibt deshalb aus meiner Sicht als unmittelbar verfügbares Zahlungsmittel auch weiterhin extrem wichtig.

00:09:31: Und wenn ich jetzt noch vielleicht einen kurzen Seitenblick auf Gold wagen darf, gold besitzt zwar eine hohe weltweite Akzeptanz ist aber im Alltag des Tauschmittels einfach deutlich unpraktischer.

00:09:46: also ein Barn der lässt sich eben an der Supermarkt Kasse nicht passend Teilen, sein Wert spangt dann auch noch und das ist dann ein in manchen Diskussionen aus meiner Sicht oft unterschätzter Faktor.

00:10:00: Seine Echtheit die müsste ja in Zweifel direkt vor Ort also an der Supermarktkasse geprüft werden können.

00:10:08: Und deswegen muss ich sagen dass erste Urteil fällt deshalb aus meiner sich zumindest eindeutig aus als tägliches Tausch- und Zahlungsmittel da erfüllt Geld seine Funktion absolut.

00:10:20: Und schauen wir dann vielleicht mal auf den zweiten Punkt, Benni.

00:10:23: Geld als Recheneinheit.

00:10:26: ist das in guter Maßstabe oder also zumindest so lange man nicht zu weit zurückblickt?

00:10:31: Oder

00:10:33: ja es ist eine Funktion die fällt im Alltag kaum auf.

00:10:38: Das ist trotzdem unverzichtbar, Geld als Recheneinheit.

00:10:42: Geld macht völlig unterschiedliche Dinge miteinander vergleichbar – ein Stundenlohn von ca.

00:10:50: Euro, eine Monatsmiete von

00:10:51: ca.,

00:10:53: oder ein Auto für

00:10:55: ca.,

00:10:55: die werden alle auf denselben Maßstab gebracht und Unternehmen kalkulieren Kosten- und Gewinne, Staaten erheben, steuern Banken führen konnten und Verbraucher vergleichen Angebote.

00:11:07: Ohne eine gemeinsame Recheneinheit müssten wir unzählige direkte Austauschverhältnisse kennen, wie viel Brote entsprechend ein paar Schuhe, wie viele Arbeitsstunden einem Fahrrad und wie viele Fahrräder wiederum einer Monatsmiete.

00:11:23: Und Geld reduziert diese Komplexität auf einen Preis je Produkt!

00:11:29: Für aktuelle Kalkulation erfüllt der Euro Diese Aufgabe würde ich sagen sehr zuverlässig und auch effizient.

00:11:36: Ja,

00:11:37: also absolut!

00:11:37: Und so wie du es gerade beschrieben hast sind natürlich... Ich glaube das erkennt man an den Beispielen die Du genannt hast.

00:11:43: Die Effizienz gewinne daraus einfach enorm.

00:11:47: Also schwieriger muss man aber sagen wird es allerdings sobald wir längere Zeiträume vergleichen.

00:11:53: Also zum Beispiel ein Hauspreis von hunderttausend D-Mark im Jahr fünfhunderttausend Euro heute im Jahr zwanzig sechsundzwanzig, die sagen für sich genommen wenig aus und sind vor allem auch kein wie landläufig oft geäußert Ausdruck einer Wertsteigerung.

00:12:15: Denn Einkommen das allgemeine Preisniveau und die Kaufkraft haben sich ja auch verändert.

00:12:21: der Name der Währungseinheit bleibt zwar gleich klammer auf oder nicht stichtwort demark eurotausch zwinke zwinker der reale Inhalt, der hat sich aber natürlich verändert und man könnte sagen Geld ist ein sehr gutes Lineal für die Gegenwart also wie du es eben genannt hast.

00:12:42: Für die unmittelbare Zukunft.

00:12:46: wenn ich aber das ganze über Jahrzehnte betrachte dann verändert sich eben die Länge dieses Lineals und das ist ein ganz wichtiger Punkt denn Inflation bzw.

00:12:57: Preissteigerung oder Kaufkraftverluste, die machen historische Preise sehr schwer vergleichbar und diese Kaufkraft Verluste können dann sogar den Eindruck erzeugen ein gut sei enorm wertvoller geworden Obwohl ein Teil oder vielleicht sogar einen Großteil des Anstiegs lediglich auf die schwächere Maßeinheit also auf den Kaufkraftesgeld zurückgeht.

00:13:21: hier ist das Beispiel der Immobilie Ehrlicherweise ideal.

00:13:25: Ich rate da jeden Mal, seinen ursprünglichen Kaufpreis zum einen um den Kaufkraftverlust zu bereinigen etwa Gezinszahlung während der Laufzeit der Baufinanzierung entsprechend hinzuzuaddieren und dann erst den heutigen Marktwert damit zu vergleichen.

00:13:43: Und ich bin mir sicher Da gibt es manche im Zweifel böse Überraschungen Denn von der enormen Wertentwicklung bleibt da nicht mehr ganz so viel übrig.

00:13:52: Und genau so, deshalb ist es auch aufschlussreich Vermögenswerte zusätzlich in einem zweiten Maßstab zu betrachten.

00:14:01: Ideal ist hierfür vor allem das Gramm Gold und wer sich da mal einen Überblick verschaffen möchte der kann auf die Website priceingold.org gehen.

00:14:09: Das ist wirklich sehr interessant, kann ich jedem nur empfehlen.

00:14:13: Aber bevor ich schon wieder abschweife Benni Kannst du uns vielleicht einmal den Punkt Geld als Investitions Kapital, also so als Wirtschaftsmotor mit Nebenwirkungen vielleicht einmal durchdecklinien.

00:14:29: Mit Nebenwürkungen?

00:14:30: Genau!

00:14:30: Die besprechen wir gleich dann.

00:14:32: Die Packungsbeilage kriegst du dann gleich.

00:14:34: Fragen Sie in Arzt oder Apotheker, wobei in dem Falle nicht den Arzt- oder Apotheker.

00:14:41: Ja was kann Geld noch... quasi die Gegenwart mit der Zukunft verbinden.

00:14:48: Ein Unternehmen muss eine Maschine bezahlen, bevor diese zusätzliche Waren produziert.

00:14:53: ein Gründer braucht Kapital bevor er seine erste Rechnung stellen kann.

00:14:56: und einen Start ja da baut vielleicht ne Brücke oder ne Schule deren Nutzen sich erst über Jahrzehnte entfaltet und Kredite und Kapitalmärkte machen es möglich solche Vorhaben vorzufinanzieren.

00:15:09: Das ist eine enorme zivilisatorische Leistung im Prinzip unseres Finanzsystems.

00:15:15: Dabei wird Geld nicht einfach nur von einem Sparer an einen Kreditnehmer weitergereicht, ein großer Teil unseres Buchgeldes entsteht erst dann wenn Geschäftsbanken Kredite überhaupt vergeben!

00:15:27: Fiat-Geld stichwort dem neuen Guthaben.

00:15:30: auf der einen Seite steht dann eine entsprechende Schuld auf der anderen Seite gegenüber.

00:15:35: richtig eingesetzt finanziert dieser mechanismus innovation produktivität ja und auch wirtschaftswachstum.

00:15:43: aber jetzt zu den nebenwirkungen alexander.

00:15:46: absolut also was du gerade gesagt hast.

00:15:49: wer da noch mal tiefer rein möchte der kann sich dann auch über diese sogenannten transformationsfunktionen nochmal genauer informieren.

00:15:56: und wie du es aber grad schon angedeutet hast allerdings ist es auch so dass eben genau diese stärke Auch eine Kehrseite hat, wie so oft im Leben.

00:16:06: Die positive Seite hat dann auch eine negative Seite gegenüber.

00:16:10: entscheidend ist nämlich wohin?

00:16:13: Wenn man das mal örtlich definieren will dass neu geschaffene Geld am Ende fließt.

00:16:19: also es kann eben produktive Unternehmen finanzieren Es kann aber auch ebenso Immobilien blasen oder auch andere Sachwert blasen und somit auch Spekulation und immer höhere

00:16:31: Schulden

00:16:32: ohne einen tatsächlich dem gegenüber stehenden geschaffenen Wert begünstigen.

00:16:38: trifft nämlich zu viel zusätzliche Nachfrage auf ein begrenztes Angebot, dann kann eben auch der sogenannte Preistruck steigen.

00:16:48: Das war zum Beispiel einer der Faktoren den wir nach der Corona-Krise gesehen haben und deswegen braucht es eben auch im System dieser soliden Kreditprüfungen Auch die tragfähigen Investitionen und vor allem, das ist ganz wichtig in den letzten zwanzig Jahren gewesen eine glaubwürdige Geldpolitik.

00:17:10: Also ich würde damals sagen als Investitions- und Finanzierungsmittel erfüllt modernes Geld seine Funktion grundsätzlich gut.

00:17:19: wie groß aber sein Nutzen ist hängt dann davon ab wie verantwortungsvoll Bankenstaaten Unternehmen und auch vor allem die Zentralbanken mit diesem Ja, ich würde wirklich sagen mächtigen Werkzeug umgehen.

00:17:34: Man kann nämlich mit diesem einerseits großen Nutzen stiften aber auch langfristig unheil anrichten.

00:17:42: und ja dann fehlt uns eigentlich noch wenn ich jetzt mal kurz die Notizen durchgehe ein sehr sehr wichtiger und vielen von vielen Privatanlegern leider oft auch missverstandener Punkt Die Funktion der Wertaufbewahrung.

00:17:59: also Ich würde mal sagen Ist das nicht die Achilles-Ferse unseres Geldes oder bin ich da zu kritisch, Benni?

00:18:07: Ja.

00:18:07: Ich würde auch sagen eine ganz entscheidende

00:18:11: Schwachstelle

00:18:12: wenn man mal Inflationen so weiter betrachtet.

00:18:14: aber nähern wir uns dieser Geldfunktion von Anfang an.

00:18:21: Wer ein Teil seines Einkommens spart, der verzichtet jetzt zunächst auf Konsum.

00:18:26: Und dafür erwartet er wie ich finde zu Recht das sein Geld bis zu dem Zeitpunkt an dem er es benötigt ja mindestens doch seine Kaufkraft behält oder im besten Fall sich natürlich einer Anlage möglichst sogar vermehrt.

00:18:42: und Inflation erschwert bereits den Erhalt der Kaufkraft.

00:18:46: die sogenannte Zweiund Siebziger Regel macht den Effekt anschaulich.

00:18:51: Teilt man seventy-two durch die jährliche Inflationsrate in Prozent, lässt sich näherungsweise zumindest berechnen oder nach wie vielen Jahren sich bei gleichbleibender Inflation die Kaufkraft halbiert.

00:19:06: Und gehen wir mal von einer konstanten Inflationsrate, von drei Prozent aus.

00:19:11: Dann wäre das bereits nach rund vierundzwanzig Jahren der Fall.

00:19:16: Also nach vierund zwanzig Jahre hätte sich dann schon die Kaufkraft halbiert und in einem einzelnen Jahr erscheint der Verlust.

00:19:24: Drei Prozent ja überschaubar fast gar nicht spürbar.

00:19:28: über ein Arbeitsleben hinweg kann er jedoch gewaltig werden.

00:19:33: Und dazu will ich dann vielleicht noch erwähnen, dass eben die Europäische Zentralbank ein mittelfristiges Inflationsziel von zwei Prozent verfolgt und darunter auch tatsächlich Preisstabilität versteht.

00:19:47: Dafür gibt es dann zwar ökonomische Gründe also etwa diesen Sicherheitsabstand zur Deflation das ist ja das andere Schreckgespenst der Notenbänker aber für Sparer bedeutet dann Preisstabilität allerdings nicht, dass die Preise dauerhaft gleich bleiben.

00:20:09: Denn auch bei einer Inflation von zwei Prozent verliert Geld Jahr für Jahr an Kaufkraft und Zinserträge können diesen Verlust ausgleichen.

00:20:21: Entscheidend ist dabei aber nominal Zins, also der Zins der auf dem Kontrauszug steht beziehungsweise als Zinszahlung auf dem Konto landet sondern der real Zins.

00:20:33: Also das was nach Abzugeinflation und auch der Steuern tatsächlich übrig bleibt.

00:20:40: Beispiel vielleicht mal wird eine Geldanlage mit zwei Prozent nominal verzinst und liegt die Inflation ebenfalls bei zwei Prozent dann wächst es gut haben zwar auf dem Papier, der Sparer kann sich davon aber real kaum mehr leisten als zuvor.

00:21:01: Fallen dann wie eben auch schon gesagt auf die Zinserträge zusätzlich auch noch Steuern an, dann kann die reale Rendite sogar negativ werden und der Blick allein auf den Nominalzins führt meines Erachtens deshalb auch in die Irre.

00:21:17: entscheidend ist nämlich ob eine Anlage nach Abzug von Inflationen und Steuern tatsächlich an Kaufkraft gewinnt.

00:21:25: Als kurzfristige Liquiditätsfäreserve funktioniert unser Geld bestimmt sehr, sehr gut.

00:21:31: also das möchte ich auch klar festhalten wenn wir von sehr sehr kurzen Zeiträumen vor ein paar Wochen oder Monaten reden.

00:21:38: aber für den Vermögensaufbau über Jahrzehnte ist dagegen eine dauerhaft positive reale Rendite erforderlich und die ist eben bei Geldanlagen keineswegs garantiert.

00:21:51: Da haben dann auch, muss ich dazu sagen nach der Finanzkrise viele sogenannte Verbraucherschützer den Anlegern zum Teil ein Bährendienst erwiesen als es nämlich hieß nur das Tages- oder Festgeld ist wirklich sicher.

00:22:05: Ich muss da ganz deutlich widersprechen denn ich habe eben schon gesagt als wirklich langfristiger Wertspeicher erfüllt modernes Geld seine Aufgabe.

00:22:15: ja man muss es so sagen nur sehr eingeschränkt.

00:22:20: Ja und hier lohnt sich dann auch wieder die umgekehrte Betrachtung aus unserer Einleitung.

00:22:24: Wenn der Goldpreis steigt, sagen wir gewöhnlich ja gold ist teurer geworden sehr schlimm das ist richtig aber nur eben eine Seite des Verhältnisses.

00:22:32: gleichzeitig kauft eine Einheit unserer Währung Euro aber auch parallel dann weniger gold.

00:22:39: Anfang zwei tausendzwei waren für ein fein und sogold nur etwas mehr als dreihundert euro nötig.

00:22:45: Für hundert euro erhebt man deshalb gut zehn Gramm.

00:22:49: Heute kostet die Feinunze mehrere tausend Euro und dieselben hundert Euro reichen für weniger als ein Gramm.

00:22:56: Gegenüber Gold hat der Eurodamen damit seit der Einführung mehr als neunzig Prozent seines Wertes verloren, das muss man sich mal so vergegenwärtigen, die Zahl!

00:23:07: Und die Zahl auf dem Schein blieb unverändert, dramatisch verändert, hat sich aber die Goldmenge, die man dafür erhält – in anderen Währungen lief es nicht anders oder?

00:23:19: Ja absolut und ich möchte hier auch noch mal die Gelegenheit nutzen und betonen, dass der Euro da auch wie du sagst kein Einzelfall sondern man muss es so sagen die Regel ist.

00:23:28: Denn langfristarten des World Gold Council berichtet auf Grundlage des weltweit maßgeblichen LBMA-Goldpreises.

00:23:38: Die zeigen nämlich ein ganz klares Bild denn seit dem Ende der Dollar-Gold Bindung im Jahre allen großen Währungen deutlich an Wert gewonnen und auch der Blick auf die Zeit seit dem Jahr zwei tausend führt zum ja zum selben Ergebnis.

00:23:57: Dollar, Euro, Fund, Jennen und sogar der vergleichsweise stabile und harte wie man so schön sagt Schweizer Franken haben gemessen in Gold erheblich an Kaufkraft verloren.

00:24:12: eine Einheit der jeweiligen Währung die kauft heute also deutlich weniger Gold und auch andere Güter- und Dienstleistungen als damals.

00:24:21: Das bedeutet natürlich nicht, das wäre jetzt der falsche Umkehrschluss dass der Goldpreis jedes Jahr steigt und das ist mir an der Stelle auch sehr wichtig denn zum Beispiel von August Zwei Tausend Elf bis Dezember Zweitausend Fünfzehnt da viel der Gold preis in Dollar um ja ungefähr zweiundvierzig Prozent.

00:24:42: gold kann also auch längere Schwäche Phasen durchlaufen.

00:24:45: Es gilt hier immer die Langfristbetrachtung von meines Erachtens mindestens fünf Jahren und wichtig ist außerdem eine Abwertung gegenüber Gold, es eben nicht dasselbe wie ein Kaufkraftverlust gegenüber einem breiten Warenkorb.

00:25:02: Dennoch bleibt der langfristige Trend bemerkenswert.

00:25:06: wer die großen Währungen zusätzlich in Gold misst er erkennt das sie über Jahrzehnte hinweg weniger von diesem Knappengut kaufen konnten und wenn wir das eben dann noch mit den Dingen des täglichen Bedarfs vergleichen, stellen wir ähnliche Verluste.

00:25:22: am Ende auch fest.

00:25:24: Ja, dann kommen wir doch jetzt mal zu unserem Lieblingsprodukt Gold.

00:25:27: Das wird das auch ein bisschen in die Diskussion einbeziehen.

00:25:29: Warum bietet sich denn ausgerechnet gold als Vergleichsmaßstab da an?

00:25:34: Die Antwort liegt in seiner Geschichte.

00:25:36: schon in der Antike wurden elmetallstücke nach Gewicht und Reinheit standardisiert und als Münzen verwendet.

00:25:43: Gold war haltbar knapp gut transportierbar und in kleinere Einheiten teilwärmen.

00:25:48: Und später machten Banknoten den Handel Einfacher.

00:25:52: Statt das schwere Metall selbst weiterzugeben, wurden nun häufig Ansprüche auf hinterlegte Werte übertragen und im klassischen Goldstandard waren Währungen dann an festgelegte Goldmengen gebunden.

00:26:04: Noch während des Zweiten Weltkriegs wurde ja aus dem Jahr von der Zeitung von Bredin Woods ein neues Währungssystem entworfen.

00:26:11: Seine Institution nahmen nach Kriegsende ihre Arbeit auf.

00:26:15: Der Dollar war zum festen Kurs von ¾ Dollar, je fein uns an Gold gekoppelt und die übrigen Währungen hielten sich an den Dollar.

00:26:23: Sie waren wiederum überfeste aber auch anpassbare Kurse an den Dollars gebunden.

00:26:29: Gold bildete damit indirekt den Anker der westlichen Weltwährungsordnung!

00:26:36: Schön, dass du es ansprichst.

00:26:37: Denn zur Aufnahme unseres Podcasts hat sich nämlich ein historischer Einschnitt gerade gejährt, denn am fünftzehnten August, so vor ziemlich genau fünffünfzig Jahren da sitzte US-Präsident Richard Nixon die Einlösbarkeit des Dollars in Gold für ausländische Währungsbehörden aus und in den folgenden zwei Jahren zerfiel dann auch somit das System dieser festen Wechselkurse, die du eben beschrieben hast.

00:27:07: Gold verschwand damit als formaler Anker aus dem alltäglichen Währungssystem aber und es ist ganz wichtig keineswegs aus den Tresoren der Zentralbanken.

00:27:18: also die Bundesbank hebt da hervor dass gold zunächst Zahlungsmittel und später Stabilitätsanker für das Weltwährungsystem war.

00:27:29: Das muss man vielleicht auch noch dazusagen.

00:27:30: Viele haben es den Medien vielleicht schon entnommen, seine offizielle Bedeutung wächst sogar wieder!

00:27:36: Denn nach einer Analyse der Europäischen Zentralbank war Gold im Jahr- und Zweitausendjahr am Markt wert nach dem Dollar bereits wieder der zweitgrößte globale Reservewert also noch vor dem Euro und allen anderen Währungen.

00:27:53: Bis zeigt meines Erachtens Gold ist zwar heute keine gebräuchliche Recheneinheit und auch kein alltägliches Zahlungsmittel mehr, aber als Reservegut und auch als Vertrauensanker.

00:28:07: Ist es jedoch weiterhin Teil des internationalen Geldsystems?

00:28:13: Und jetzt hat ja auch diese besondere Rolle damit bis heute behalten.

00:28:19: Warum ist das so?

00:28:21: Das liegt an seiner ungewöhnlichen Kombination von Eigenschaften.

00:28:27: Gold ist praktisch unvergänglich korridiert nicht, besitzt eine hohe Wertdichte und das ist glaube ich der wesentlichste Punkt wird auf der ganzen Welt gehandelt und anerkannt vor allem aber lässt es sich nicht auf Knopfdruck vermehren.

00:28:44: stichwort viert Geld nach Berechnungen des World Gold Council Wuxter Oberirdische Goldbestand in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren nimmt Durchschnitt nur um rund eins Komma sieben Prozent pro Jahr.

00:28:58: Neues Gold zu fördern braucht also Zeit, braucht Energie Kapital und geeignete Lagerstätten.

00:29:05: Und eine Währungseinheit entsteht dagegen nicht durch natürliche Knappheit sondern innerhalb eines Geld- und Kreditsystems.

00:29:13: Genau deshalb kann Gold einen Gegenpol bilden, so will ich es mal ausdrücken.

00:29:18: Physisch und ohne Fremdfinanzierung gehalten ist das außerdem ja keine Forderung gegenüber einer Bank einem Unternehmen oder einem Staat.

00:29:27: Es trägt damit kein klassisches Kontrahentenrisiko.

00:29:30: auch sehr wichtig!

00:29:32: Ja und Benni, ich sag's dir ganz ehrlich kontrahentennisiko ne?

00:29:35: Das war etwa vor etwas mehr als fünfzehn Jahren war dieses Wort durch die Limenpleite in aller Munde und heute kaum wahrnehmbar in der öffentlichen und medialen Diskussion.

00:29:47: Also ich will da wirklich nicht unken, aber manchmal habe ich wirklich die Befürchtung dass wir da in einer Zukunft auch nochmal ein Revival dieses Wortes erleben könnten wenn ich das mal so sagen darf.

00:30:00: Ja was bedeutet das dann für Anleger?

00:30:03: Also Gold kann innerhalb eines Portfolios gleich mehrere Aufgaben übernehmen.

00:30:09: Das ist ja ganz schön, es kann nämlich die Kaufkraft über lange Zeiträume speichern.

00:30:15: Es kann auch die riesigen Streuen uneben und das ist ganz wichtig vor allem in Vertrauens- oder Finanzkrisen als Versicherung wirken.

00:30:25: Und an den wichtigen Goldmärkten der Welt da ist es.

00:30:27: du hast eben schon gesagt sehr, sehr liquide und lässt sich auch in unterschiedliche Währungen zurücktauschen.

00:30:34: Hinzu kommt die Kursentwicklung von Gold, die verläuft eben nicht dauerhaft parallel zu Aktien oder Anleihen.

00:30:42: Das heißt eine angemessene Beimischung kann ein Gesamtportfolio also die Gesamtheit aller liquiden Anlagen deshalb auch dauerhaft robuster machen.

00:30:52: ProAurom hält im übrigen abhängig vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis da dann eine Goldquote von etwa zehn bis zwanzig Prozent für sinnvoll.

00:31:01: Dabei geht es eben nicht darum, mit dem gesamten Vermögen auf steigende Goldpreise zu wetten.

00:31:07: Also gold soll innerhalb einer breiteren Vermögensstruktur eben gerade jene riesigen Abfedern die andere Anlageklassen gemeinsam treffen könnten.

00:31:19: Gold erfüllt im Portfolio eine andere Aufgabe als Bargeld, Anleihen oder Aktien.

00:31:23: So viel haben wir glaube ich deutlich gemacht heute.

00:31:26: Es sollen nicht den täglichen Zahlungsverkehr abwickeln und auch keine laufenden Unternehmensgewinne erwirtschaften.

00:31:32: Seine zentrale Funktion besteht darin Kaufkraft möglichst unabhängig von einzelnen Banken Unternehmen Und Währungen über lange Zeiträume zu verwahren Zu bewahren Verfahren aber auch zu bewahren

00:31:48: Ja und die entscheidende Erkenntnis, die lautet deshalb nicht Euro oder Gold sondern Euro und Gold.

00:31:56: Nämlich jeweils für DIE Aufgabe, die sie am besten erfüllen Geld beziehungsweise bei uns jetzt Euro benötigen wir für den täglichen Zahlungsverkehr, für laufende Verpflichtungen und auch für diese kurzfristigen Reserven.

00:32:11: Ich hatte es eben schon angesprochen wo es vielleicht um einige Monate Ich sag mal so ein Zeitraum von bis zu anderthalb Jahren geht.

00:32:19: Produktive Anlagen wie Aktien oder unternehmerischen Beteiligungen, die können eben dann demgegenüber langfristiges Wachstum und Erträge liefern.

00:32:29: und Gold ergänzt diese Bausteine als knapper physischer Wertspeicher und das ist ganz wichtig als Versicherung gegen Währungsabwertung, schwere Finanzkrisen Vertrauensverluste in das Geld oder die dahinterstehenden Institutionen.

00:32:48: Und gerade in Phasen, in denen Aktienanleihen und Währungen gleichzeitig unter Druck geraten – da kann dann Gold einen eigenständigen Beitrag ja zur Stabilität oder auch Stabilisierung des Portfolios leisten.

00:33:02: Eine angemessene Beismischung, die kann das Gesamtvermögen deshalb langfristig Widerstandsfähiger machen.

00:33:09: und was auf den ersten Blick wie eine Schwäche wirkt, nämlich die Unabhängigkeit von einem Emittenten.

00:33:15: Die ist in Wahrheit aus meiner Sicht einer der größten Stärken von Gold.

00:33:21: Fassen wir unseren Geldfunktionscheck nochmal zusammen?

00:33:27: Ja modernes Geld ist ein gutes Zahlungsrechen- und Finanzierungsmittel.

00:33:33: als Zahlungsmittel ist das gold im Alltag überlegen.

00:33:37: Als Recheneinheit funktioniert es für aktuelle Preise zuverlässig über lange Zeiträume.

00:33:42: Das haben wir vorhin dargestellt, wird der Vergleich jedoch durch Inflation verzerrt.

00:33:48: als Investitionskapital ermöglicht das Geld- und Kreditssystem Wachstum kann bei falschen Anreizen die hast du ja auch genannt Alex aber auch Überschuldungen und Spekulationsblasen begünstigen uns.

00:34:00: eine größte Schwäche zeigt modernes Geld bei der langfristigen Wertaufbewahrung Goldbesitz da nahezu das umgekehrte Profil.

00:34:10: Für den Einkauf ist es unpraktisch und als alltägliche Recheneinheit ja auch ungebräuchlich, seine Knappheit, Haltbarkeit, globale Akzeptanz und Unabhängigkeit von einem Schuldner machen ist dagegen aber zu einer überzeugenden Ergänzung für den langfristigen Vermögenserhalt.

00:34:30: Ja und damit wären wir dann auch wieder bei unserem hundert Euro Schein vom Beginn.

00:34:34: also die aufgedruckte Zahl Das hattest du schon gesagt, die hat sich seit zwei tausendzwei nicht verändert.

00:34:41: Damals ließ ich dafür ungefähr ein kleiner zehn Gramm goldbaren erwerben und heute kostet eben derselbe barren fast dreizehn mal so viel und Hundert Euro die reichen nicht einmal mehr für einen Gramm Gold.

00:34:56: das bedeutet aber nicht dass der Euro vor dem Verschwinden steht oder Gold wieder zur alltäglichen Währung werden muss.

00:35:04: Es zeigt aber, warum Anleger nicht ihr gesamtes langfristiges Vermögen in einer Einheit wenn ich es mal so nennen darf aufbewahren sollten deren Kaufkraft eben ja man kann fast sagen planmäßig und vor allem real sinkt.

00:35:20: unser heutiges Geld das ist im Alltag sehr effizient aber eben kein perfekter Tresor.

00:35:28: Gold hingegen, das ist für den tagtäglichen Zahlungsverkehr unpraktisch.

00:35:32: Du hast es eben zurecht gesagt.

00:35:34: doch wenn es darum geht Werte über sehr lange Zeiträume zu bewahren dann besitzt es eben einen entscheidenden Vorteil.

00:35:42: gold lässt sich nicht beliebig vermehren und Das muss man vielleicht noch ergänzen.

00:35:47: Es genießt kulturübergreifelt extrem großes vertrauen.

00:35:52: Man könnte also sagen Geld isst

00:35:55: was

00:35:56: gilt Und Gold ist das, was bleibt.

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