Was Anleger nach dem Ausnahmejahr 2025 jetzt wissen sollten (Episode 38)
Shownotes
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00:00:07: Untertitel im Auftrag des ZDF Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von glänzende Perspektiven, dem Podcast von ProAuch.
00:00:11: Ich bin Benjamin Sommer, Leiter Kommunikation.
00:00:14: Nach unserem ausführlichen Rückblick auf das außergewöhnliche Elmetalljahr, Jahr zwanzig, fünfundzwanzig, richten wir nun den Blick nach vorn, nämlich auf das Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.
00:00:24: Ja, das ja schon läuft.
00:00:25: Viele Anleger stellen sich aktuell dieselbe Frage, geht diese Entwicklung einfach so weiter mit den Elmetallpreisen oder stehen wir vor einer Phase der Ernüchterung?
00:00:35: Auffällig ist, dass die Einschätzungen deutlich auseinandergehen, neben sehr optimistischen Prognosen, mehren sich auch Stimmen, die ausdrücklich vor zu viel Euphorie waren.
00:00:45: Genau diese Spannbreite wollen wir heute etwas einordnen.
00:00:49: Und gemeinsam mit unserem Vertriebsleiter Alexander Köhne schaue ich auf Gold, Silber.
00:00:54: sowie Platin und Palladium, ja nicht mit dem Blick auf einzelne Kostziele, sondern eher auf die strukturellen Rahmenbedingungen.
00:01:02: So möchte ich es mal ausdrücken.
00:01:03: Alex, wie ordnest du das Edelmetalljahr, zwanzig, sechsundzwanzig, ja aus heutiger Sicht ein?
00:01:09: Ja, hallo, Benny.
00:01:10: Also, dir und unseren Zuhörern erst mal ein gutes neues Jahr und du hast völlig recht.
00:01:15: dass sich viele Anleger nach dem Rekord-Edel-Metalljahr, Jahr zwanzig, fünfzwanzig sicherlich fragen, wie es weitergeht.
00:01:22: Ja, zuerst möchte ich einmal sagen, dass die Kursgewinne des vergangenen Jahres natürlich außergewöhnlich und historisch selten gewesen sind.
00:01:30: Und entsprechend erwarten einige Marktteilnehmer zunächst auch eine Phase der Konsolidierung, was ich persönlich Ebenfalls erwarten würde und so eine Konsolidierung wäre aber meines Erachtens gar kein Zeichen von Schwäche im Gegenteil.
00:01:47: Konsolidierung sind nach starken Rallys normal und oft sogar gesund.
00:01:52: Entscheidend ist und bleibt, dass die strukturellen Treiber für Edelmetalle weiterhin bestehen.
00:01:58: Also wir haben sie zwar schon oft besprochen, aber ich möchte die Haupttreiber nochmal kurz aufzählen.
00:02:03: Die weltweit hohe Staatsverschuldung, also wir sehen zum Beispiel trotz Doge in den USA, dass Donald Trump am Ende da weitermacht, wo sein Vorgänger aufgehört hat, bzw.
00:02:14: es sogar noch übertrifft.
00:02:16: Und gleiches können wir ja am Ende für Deutschland auch konstatieren.
00:02:19: Wir haben weiterhin anhaltende geopolitische Spannungen.
00:02:23: Hier sei mal nur Ukraine, Taiwan, Venezuela und ja man höre und staune.
00:02:28: Grönland aufgezählt sowie die weiterhin hohe Nachfrage, welche sich insbesondere aus anhalten starken Goldkäufen der Notenbanken speist.
00:02:38: Und diese Käufe der Notenbanken, die sind unseres Erachtens auch strategisch motiviert und die stützen daher den Markt auch langfristig.
00:02:46: Also es sind keine Trading Positionen in dem Sinne.
00:02:50: Es gibt aber auch kritischere Einschätzungen.
00:02:54: um das ganz offen zu sagen und einige mag beobachter die weisen beispielsweise auch darauf hin dass die stimmen gegenüber gold derzeit sehr einseitig positiv ist und umfragen unter professionellen vermögensverwaltern die zeigen das auch nämlich dass nur noch sehr sehr wenige mit fallenden preisen rechnen und ein solches erwartungsbild das könnte.
00:03:15: So sagen zumindest diese Mana ein Hinweis darauf sein, dass der Markt-Sechten-Zwanzig einfach anfälliger für Schwankungen und auch zwischenzeitliche, größere Rücksetzer sein wird.
00:03:27: Auf der anderen Seite sind viele große Marktakteure sehr... Positiv?
00:03:32: Mehrere internationale Investmentbanken sehen Gold auch in einem positiven Erwartungskorridor.
00:03:39: JP Morgan beispielsweise hält Preisniveaus um US-Dollar je fein und so für möglich.
00:03:46: Wichtig ist dabei, das sind keine Kurs-Fahrpläne, die so eintreffen müssen, sondern Szenarien.
00:03:53: So nennen das diese Banken.
00:03:54: Konkret handelt es sich um einen erwarteten Durchschnittspreis im vierten Quartal zwanzig, sechsundzwanzig, der, und das ist ganz wichtig, an stabile, makroökonomische Rahmenbedingungen geknüpft ist.
00:04:07: Interessant ist außerdem im bedeutenden Swisscanto-CIO Survey erwarten trotz der starken Preisbewegung nur rund acht Prozent der befragten Vermögensverwalter in den kommenden sechs Monaten sinkende Goldpreise und niemand rechnet mit einem Rückgang unter US-Dollar.
00:04:28: Das zeigt viel Optimismus, keine Frage.
00:04:32: kann aber ebenfalls als leichtes Bahnsignal vor zu einseitigen Erwartungen gelesen werden.
00:04:38: Und dann sind wir wieder bei den Mahnern, die du vorhin erwähnt hattest, Alex.
00:04:42: Ja, und ich möchte hier auf jeden Fall auch noch erwähnen, dass Gold aus unserer Sicht ein strategischer Vermögensbaustein bleibt, aber kein Einbahnstraßeninvestment ist.
00:04:53: Also Gold gehört in jedes Portfolio.
00:04:56: Aber nach starken Preis anstiegen sollte sich jeder Anleger über ein gesundes Rebalancing seiner Edelmetallposition Gedanken machen.
00:05:04: Das gilt am Ende für jede andere Assetklasse, wie zum Beispiel Aktien genauso.
00:05:09: Und diese Sichtweise, das ist nämlich auch mal... Kurzfristig in die andere Richtung gehen kann, die findet sich auch in der aktuellen Drognose von Hireus Precious Metals wieder, denn dort rechnet man für es für die Neuausrichtung und Konsolidierung nach starker Rallye.
00:05:27: Gleichzeitig sieht Hireus Gold weiterhin gut unterstützt.
00:05:31: und nennt für im Jahr eine relativ breite Handelsspanne von etwa drei tausend, siebenhundertfünfzig bis fünftausend US-Dollar je fein und so.
00:05:41: Und das unterstreicht die fundamentalen Argumente für Gold, die sind weiterhin vorhanden.
00:05:46: Der Weg dahin, der könnte aber weitaus weniger Gradlinik verlaufen als im vergangenen Jahr.
00:05:53: Genau.
00:05:53: Und schauen wir jetzt noch auf die Weißmitteile.
00:05:56: Silber hat zwanzig, fünfundzwanzig, viel Anleger überrascht und außergewöhnlich stark zugelegt.
00:06:01: Für zwanzig, sechsundzwanzig bleibt das Bild weiter spannend.
00:06:05: Ja, aber auch anspruchsvoll.
00:06:07: So will ich es mal nennen.
00:06:08: Silber nimmt eine besondere Rolle ein.
00:06:10: Es ist wertspeicher und gleichzeitig ein wichtiger industrieller Rohstoff.
00:06:15: Und diese Doppelrolle sorgt für Chancen auf der einen Seite, bringt aber auch deutlich höhere Schwankungen mit sich als bei Gold, gerade in einem Umfeld mit konjunkturellen Unsicherheiten.
00:06:28: Alex, wie ordnest du selber vor diesem Hintergrund ein?
00:06:31: Also der Silbermarkt, der ist vergleichsweise klein und weniger liquider als der Goldmarkt.
00:06:37: Ein ganz wichtiger Punkt, denn das macht den Silbermarkt anfälliger für stärkere Bewegungen nach oben wie nach... unten.
00:06:44: und was wir als positive rally in den letzten wochen an dynamischer bewegung gesehen haben ist insbesondere bei silber auch in die andere richtung möglich.
00:06:53: fundamental muss man aber sagen das silber interessant bleibt die industrielle nachfrage dies nach wie vor hoch.
00:07:00: das angebot ist seit am ende seit jahren schon angespannt und und silber spielt eben in den zukunfts technologien eine ganz ganz wichtige rolle.
00:07:10: gleichzeitig hängt aber eben aus genau den Gründen auch viel davon ab, wie sich Konjunktur und Investorennachfrage entwickeln.
00:07:19: Und auch Hireus geht davon aus, dass Silber-Zwanzig-Zwanzig-Wonathil bleibt und nennt eine relativ breite.
00:07:26: Preisspanne an der Stelle.
00:07:28: Und das bestätigt am Ende unserer Einschätzung.
00:07:30: Silber bietet Potenzial, erfordert aber einfach eine höhere Risikotoleranz und eine saubere Einwettung ins Gesamtportfolio.
00:07:38: Und auch hier würde ich allen Anlegern empfehlen, auch innerhalb ihres Illmetallportfolios zu schauen, ob die Gewichtungen noch passen und im Zweifel hier ebenso nach zu justieren wie auf der Gesamtportfolioebene.
00:07:51: Denn am Ende ist es so, an realisierten Gewinnen und intelligenten Umschichtungen ist noch niemand verarmt.
00:07:57: So würde ich es vielleicht mal zusammenfassen wollen.
00:08:00: Ja, genau.
00:08:02: Noch anspruchsvoller wird der Blick dann auf Platin und Palladium.
00:08:05: Beide Metall haben nach Jahren der Schwäche ein starkes Comeback im letzten Jahr erlebt, nicht zuletzt aufgrund politischer Signale rund um den Verbrennungsmotor.
00:08:14: Gleichzeitig handelt es sich um deutlich kleinere Märkte, die natürlich stark von einzelnen Sektoren abhängen.
00:08:20: Entsprechend hoch ist die Volatilität und entsprechend wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung.
00:08:27: Ja, und das hast du völlig korrekt zusammengefasst.
00:08:29: Benni, denn Platin profitiert aktuell von einer sehr, sehr breiten Nachfragebasis, also aus Industrie, Schmuck und auch dort zunehmend aus den Zukunftstechnologien.
00:08:39: Palladium hingegen ist deutlich stärker vom Automobilsektor abhängig und damit auch nochmal ein Sprung risikoreicher.
00:08:47: Herreos weist hier sogar auf die Möglichkeit eines Angebots Überschusses hin, sollte sich die Nachfrage aus dem Automobilbereich weiter... abschwächen.
00:08:56: Und meines Erachtens ist es so, beide Metalle können sinnvolle Beimischungen sein, erfordern aber ein klares Risikobewusstsein und eben auch eine saubere Portfolio-Struktur.
00:09:07: Sie eignen sich weniger als Basis-Investment, sondern eher als ganz, ganz gezielte und damit auch im Gesamtportfolio gesehen kleinere Ergänzung.
00:09:18: Ich will jetzt zum Abschluss noch ein paar grundsätzliche Einordnungen machen auf die Gefahren, dass wir uns da ein bisschen wiederholen, aber ich glaube, das ist durchaus ein Mehrwert für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:09:29: Ich denke, gerade mit Blick auf die langfristige Vermögensentwicklung.
00:09:34: Ja.
00:09:34: da lohnt es sich doch mal, sich mit der grundsätzlichen Rolle von Edemithallen zu beschäftigen.
00:09:40: Also mit der grundsätzlichen Rolle, die die im Portfolio spielen.
00:09:44: Und Gold steht dabei weniger für eine kurzfristige Rendite, der man hinterherlaufen sollte, als vielmehr für einen nachhaltigen Werderhalt.
00:09:52: Ich denke, das haben wir in den vergangenen Podcasts versucht, deutlich zu machen.
00:09:57: Ganz klar ist doch... Historisch betrachtet wird Gold nicht teurer, sondern unser Geld verliert an Kaufkraft.
00:10:04: Das haben wir anhand vieler Beispiele schon versucht zu verdeutlichen.
00:10:08: Während wären politisch beeinflusst und beliebig vermehrbar sind, ist Gold knapp, nicht beliebig reproduzierbar und seit Jahrhunderten ein ganz stabiler Maßstab.
00:10:19: Und wer illmetall hält, Der setzt deshalb nicht auf Prognosen, die im Moment marktschreierisch überall im Bereich Social Media auf YouTube gemacht werden, sondern auf Kaufkraft erhalten.
00:10:30: Das ist doch der wichtige Fokus und unabhängig davon, wie sich einzelne Jahre entwickeln.
00:10:36: Und aus dieser Perspektive ist es dann sinnvoll, das eigene Edelmetall-Engagement, du hast es vorhin schon angesprochen, regelmäßig zu überprüfen.
00:10:46: Nach starken Kussbewegungen kann dieses von dir angesprochene Rebalancing helfen, also die Rückführung des Portfolios auf die ursprünglich geplante Edelmetallquote.
00:10:56: Das gilt für Gold, Silber, Platin und Palladium.
00:10:59: Gleichzeitig sollten Anleger ihre persönliche Risikotragfähigkeit hinterfragen.
00:11:04: Wie gut lassen sich Schwankungen aushalten?
00:11:07: Welche Rolle sollen Edelmetalle im Gesamtvermögen spielen und passt diese Gewichtung noch zur eigenen Lebenssituation?
00:11:15: Damit sind wir am Ende unserer heutigen Folge angekommen.
00:11:19: allen vielen Dank fürs Zuhören.
00:11:21: Schön, dass Sie uns jetzt seit zwei Jahren die Treue halten.
00:11:24: Ich wünsche Ihnen, dass das Jahr für Sie nicht nur im Hinblick auf Ihre Anlageentscheidungen
00:11:32: wird.
00:11:32: Ja, und auch von meiner Seite vielen Dank.
00:11:34: Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und sprechen Sie uns in den Filialen oder auch unserer telefonischen Kundenberatung gerne an, wenn Sie Fragen zur Rolle von Edelmetallen in Ihrem Portfolio haben.
00:11:45: Auf Wiederhören und bis zum nächsten Mal.
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